Konzept


prof-cham2

Das Ziel unserer Arbeit ist es, Begeisterung für die Klarinette und für Musik zu wecken. Unsere Schüler lernen, auf ihrem Instrument zu musizieren und erleben Musik im Zusammenspiel mit anderen Klarinettisten, in gemeinsamen Konzerten und bei Konzertbesuchen.

In unserem Unterricht ermöglichen wir zudem jedem Schüler, Aufmerksamkeit für den eigenen Körper und eine persönliche innere Rückmeldung zu entwickeln. Schüler werden heute daran gewöhnt, ständig Leistungen zu erbringen, deren Bewertung von außen erfolgt. Das Wiedergeben von Lerninhalten und das Vermeiden von Fehlern haben sich als Erfolgsstrategie durchgesetzt. Wir geben jedem Schüler die Gelegenheit, in sich hinein zu fühlen und neben der objektiv nachweisbaren „Richtigkeit“ des Gespielten auch das eigene Befinden währenddessen wahrzunehmen. Diese innere Rückmeldung ist nicht nur für die instrumentale Entwicklung von enormer Bedeutung.

Alle Erlebnisse und Erfahrungen spiegeln sich unmittelbar in unserer Körperlichkeit wider. Viele Schüler kommen beispielsweise mit großer Anspannung in den Unterricht und es fällt ihnen schwer, sich Zeit zu nehmen. Wir geben unseren Schülern in ruhiger Unterrichtsatmosphäre Raum zum Erfühlen ihres körperlichen Selbstbildes und unterstützen sie beim Entdecken neuer Bewegungsmöglichkeiten am Instrument. Die zu diesem Zweck entwickelten Körperübungen sind von Beginn an ein wichtiger Teil unseres Unterrichtes.

Weiterhin ist das selbstständige Üben Ziel unseres Unterrichtes. Jeder Schüler soll das eigene Wohlbefinden beim Spielen ohne Einwirkung von außen herstellen können. Durch Ausprobieren, Selbsterkenntnisse und Assoziationen lernt er, Probleme aus sich selbst heraus zu erkennen und zu lösen. Er übernimmt so eine aktive Rolle in seinem Entwicklungsprozess und erfährt ein „Selbst-Bewusstsein“ im doppelten Sinne.